„Selbst der Hund Holly musste sich übergeben“: Stars aus „Nord bei Nordwest“ küren die beste Folge der Serie

Welche Folge von „Nord bei Nordwest“ ist die beste? Hinnerk Schönemann, Marleen Lohse, Jana Klinge und alle anderen Stars legen sich fest.

Der Ostsee-Krimi „Nord bei Nordwest“ feiert ein kleines Jubiläum: „Das dritte Grab“ (ARD, Donnerstag, 27. August, 20.15 Uhr) ist die 30. Episode. Genau eine Woche später läuft mit „Bei Einbruch Mord“ ein weiterer neuer Fall. Wir haben die Darsteller gefragt, welche der Filme ihnen am meisten in Erinnerung geblieben ist.

In der Jubiläumsfolge von „Nord bei Nordwest“ kommt Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) unter die Erde. Hannah Wagner (Jana Klinge), Jule Christiansen (Marleen Lohse) und Holly (Fritz) müssen ihn retten.

Die Stars aus „Nord bei Nordwest“ über ihre liebste Folge

Victoria Fleer (in der Serie: Hotelchefin Bine Pufal): Ich erinnere mich noch gut an die Dreharbeiten zur Jubiläumsfolge „Das dritte Grab“. Wir waren mitten auf der Ostsee im Boot – es war stürmischer als sonst. Mir und einigen aus dem Team wurde nach und nach übel.

Selbst Holly (der Filmhund, Anm. d. Red.) musste sich übergeben. Nur Hinnerk ging es blendend! So blendend, dass er mir vor den Szenen diverse Speisen ins Ohr flüsterte, damit mir noch übler wurde.

Plötzlich fing es an, aus dem Maschinenraum zu qualmen und ungewöhnlich zu stinken. Das Boot fuhr nicht mehr, und wir steckten fest!

Marleen Lohse (Tierärztin Jule Christiansen): Eine schöne Anekdote stammt von einem Dreh auf offenem Meer für „Das dritte Grab“. Wir waren mit Hinnerk, Victoria, Filmhund Holly und einem kleinen Team mit der „Princess of Schwanitz“ unterwegs, und irgendwann hat sie den Geist aufgegeben.

Wir mussten mit kleinen Booten abgeholt werden, und die „Princess“ wurde zurückgeschleppt. – Wenn ich eine Lieblingsfolge nennen müsste, wäre es „Ho, ho, ho“. In dieser Folge haben wir gemeinsam Weihnachten im Festsaal der Pension „Ahab“ gefeiert, Musik gemacht und getanzt, während das Team draußen versucht hat, mit Schaum Schnee zu simulieren.

Jana Klinge (Kommissarin Hannah Wagner): Meine Lieblingsfolge ist natürlich „Der Anschlag“. Das ist die Folge, in der eine gewisse Hannah Wagner zum ersten Mal mit der Fähre nach Schwanitz übersetzt. Auch „Haare Hartmann“ fand ich ganz besonders.

Da gab es während des Drehs eine Geschichte mit einem kleinen Pinguin, der im Hintergrund im Haus eines Opfers steht. Die Ausstattung hat ihn uns anschließend geschenkt. Inzwischen lebt er bei mir in Berlin.

Diese „Nord bei Nordwest“-Fälle lieben Blecky und Töteberg

Regine Hentschel (Bestatterin Bleckmann): Meine Lieblingsfolge ist „Die letzte Fähre“. (Die Episode erzählt einen Traum des komatösen Kommissars Hauke Jacobs, in dem alle Darsteller die Rollen tauschen, Anm. d. Red.) Ein geniales, komisches Verwirrspiel in der Zwischenwelt im Krimiformat.

Ich bin in der Zwischenwelt Mehmet Ösker. Viel Freude hatte ich dabei, die komischen Facetten seiner Rolle zu übernehmen. So war Frau Bleckmann bisher nicht zu sehen gewesen. Miss Marple lässt grüßen.

Stephan A. Tölle (Bestatter Töteberg): Meine Lieblingsfolge, wenn ich das überhaupt sagen kann, ist „Canasta“. Das Buch von Niels Holle war so herrlich schräg und Herr Töteberg ernsthaft in Not – was eine Freude war, das zu spielen.

Und mit meinen beiden Kolleginnen Marion Kracht und Katja Danowski war es eine so tolle Zusammenarbeit, die sich gerne noch mal wiederholen könnte, wenn Krachts Verbrecherin „Hildegard Knutzen“ aus dem Knast kommt …

Cem Ali Gültekin (der ständig die Jobs wechselnde Mehmet Ösker): Meine absolute Lieblingsfolge ist „Der doppelte Lothar“. Mal abgesehen davon, dass Mehmet Ösker in dieser Folge als Hilfssheriff deutlich mehr zu tun hatte als in den anderen Folgen, war für mich ein ganz besonderer Moment, Peter Prager nach seiner langen krankheitsbedingten Auszeit wiederzusehen.

(Der Schauspieler hatte nach einem Schlaganfall lange ausgesetzt, Anm. d. Red.) Die Tatsache, ihn wiederkehren zu lassen, zeigt, was für eine tolle Produktionsfirma wir haben.

Hauke Jacobs stolpert über jeden „Nord bei Nordwest“-Hund

Joshy Peters (Kriminaltechniker Puttkammer): Die Folge, die sich mir als die liebste in mein kleines Hirn gebrannt hat, ist die Weihnachtsfolge „Ho, ho, ho“ – weil wir dort das einzige Mal mit allen Kollegen und Kolleginnen drei Drehtage gemeinsam verbringen durften. Die lustigste Geschichte hat sich in der Jubiläumsfolge „Das dritte Grab“ zugetragen.

Auch Hauke wird Opfer des Täters, und um das zu drehen, musste er sich hinlegen und wurde komplett mit Erde bedeckt. Dann hieß es: „Action!“ und Marleen und Jana machten sich an die Rettung. Bei der ersten Einstellung hatte Marleen einen Wortdreher, den Hinnerk so lustig fand, dass er unter der Erde losprustete.

Da er eine kleine Lachwurzel ist, musste er die nächsten zehn Mal bei „Und Action“ wieder prusten und lachen.

Hinnerk Schönemann (Tierarzt und Polizist Hauke Jacobs): Meine Lieblingsfolge ist für mich ganz klar die achte Folge „Frau Irmler“. Das war so ein toller, verschrobener Film, den würde ich immer jedem empfehlen. Die zweite Anekdote, die mir einfällt, ist Holly.

Er ist immer sehr tapsig. Wenn ich mit ihm von A nach B soll, läuft er mir jedes Mal vor die Füße, und ich muss so tun, als ob das normal wäre.

Dabei stolpere ich jedes Mal über ihn. Und als Hauke vor zwei Jahren mit Fritz einen neuen Hund an seine Seite bekam, der genauso aussieht wie Holly, tja, was soll ich sagen …? Wir müssen am Strand entlanglaufen, und was macht Fritz? Er läuft mir genauso vor die Füße wie sein Vorgänger, und ich stolpere über ihn. (Der Holly-„Darsteller“ Finn wurde damals durch den neuen Filmhund Fritz ersetzt, Anm. d. Red.)

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