„München Mord“: Alexander Held ermittelt in seinem vorletzten Fall
Der vorletzte “München Mord”-Film mit dem im Mai verstorbenen Alexander Held lässt die Ermittler zurück ins München der Achtzigerjahre reisen.
Eine Spur führt zu einer Musikikone, die hier wilde Zeiten verbracht haben soll.
Wer sich an die 80er-Jahre erinnern kann, der war nicht wirklich dabei“, konstatiert Hauptkommissar Ludwig Schaller (Alexander Held) in trauter Runde mit Kriminaloberkommissar Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier) und Kriminaloberkommissarin Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen).
Sie wohnen einer öden 80er-Jahre-Geburtstagsfeier bei – ohne zu ahnen, dass sie sich für ihren neuen Fall noch viel intensiver mit dem Party- und Popmusik-Jahrzehnt auseinandersetzen werden müssen.
Denn schon am nächsten Tag, so der weitere Verlauf der Folge (Sa. 22.08. – ZDF: 20.15 Uhr), bekommen sie von der kommissarischen Kriminaloberrätin Dr. Linda Hösl, gespielt von Kabarettistin Eva Karl Faltermeier, den Auftrag, den Tod einer jungen Frau zu untersuchen.
Sie starb während ihrer eigenen Fete – Motto: 80er-Jahre. Von hier aus entspinnt sich eine absurde Geschichte um exzentrische Verdächtige, die vom gewohnt kurios und eigentümlich agierenden Ermittlertrio unter die Lupe genommen werden.
Allen voran Gelbwurst- Liebhaber Schaller, gespielt von Alexander Held, der im Mai dieses Jahres völlig überraschend verstarb.
Letzter Einsatz von Alexander Held als Ludwig Schaller im Dezember
„Es tut mir in der Seele weh, wenn ich daran denke, dass wir nicht mehr als Dreiergespann auftreten können“, sagt Marcus Mittermeier im Gespräch mit HÖRZU.
„Seine feine Art wird mir in Erinnerung bleiben. Er hatte nichts Lautes, nichts Vordergründiges oder Plumpes an sich. Und er war sehr präzise in seiner Arbeit.“
Auch Bernadette Heerwagen vermisst Held, mit dem sie und Mittermeier 13 Jahre lang für die Krimireihe „München Mord“ vor der Kamera standen: „Wir waren und sind wie eine Familie.
Wenn wir wieder drehen, wird für mich der schwierigste Moment sein, in unser fiktives Kellerbüro zu gehen und zu wissen, dass er einfach nicht mehr kommt.“
Der letzte Einsatz von Alexander Held als Ludwig Schaller wird im Dezember im ZDF zu sehen sein. 2027 geht es mit zunächst zwei Fällen für Neuhauser und Flierl als Duo weiter. Auf lange Sicht soll ein dritter Protagonist hinzustoßen.
„Die Kombination aus einem Münchenkrimi – bei dem die Ermittler ohne Waffen auskommen –, anarchischem Witz und Schauspiel auf hohem Niveau ist ein Geschenk“, freut sich Mittermeier.
Und Heerwagen stimmt mit ein: „Die Skurrilität, Leichtigkeit und der Unterhaltungsfaktor plus Anspruch machen uns besonders. Da kann man sich drauf freuen!“ Text: Melanie Kroiss








